start des fsa vodcast
zur webaffinen mobilisierung werden wir euch von nun an wöchentlich mit dem fsa vodcast (abonnieren / iTunes) über den stand und den ablauf der vorbereitungen der geplanten demonstration am 12.09.2009 informieren.
nico - der den vodcast moderiert - stellt euch in der ersten episode das demo-büro vor und führte dazu anfang dieser woche ein interview mit nina eschke. in der zweiten episode berichtet nico dann direkt von einem der regelmäßig stattfindenden bündnistreffen und hat dazu am rande des treffens statements einzelner bündnispartner gesammelt.
wer mithelfen will ist gern willkommen.
Veröffentlicht von kinra am 8.08.2009 um 00.00 Uhr
Abgelegt unter: FsA 2009



Nettes Video, aber die Hintergrundmusik waehrend des Gespraechs ist etwas nervig.
Ich freu mich sehr, dass es diesen vodcast gibt. So bekommen auch Leute von weiter weg einen Eindruck, wieviel Power hinter der Demo steckt (und welche sympathischen Menschen dafür full-time arbeiten). Danke Michel! Applaus!
//padeluun
Vodcast “Freiheit statt Angst”…
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung OG Berlin: Weiterlesen……
gefällt mir!!
Hallo Leute,
der Vodcast ist echt gut gemacht. Jedoch bin ich etwas verwirrt. Es wird darin und auch generell von den AK-Vorratsdatenspeicherung von Überwachung durch Staat und Wirtschaft gewarnt bzw. versucht man sich dagegen zu wehren. Aber dann sehe ich in dem Video einen Mac von Apple, wo doch bekannt ist, dass Apple, genau wie Microsoft, Daten über seine Nutzer sammelt. Ebenso fragwürdig finde ich das Einstellen des Vodcasts bei iTunes anstelle auf den Channel bei Miro zu verweisen. Miro ist Freie Software, die dem Nutzer explizit Freiheiten und Rechte einräumt, und ihm diese nicht nimmt (wie Proprietäre Software). Wer jetzt denkt, dass sei alles pure Theorie und Tagträumerei, der guckt sich mal nach einem wirklich freien Betriebssystem um auf dem nur Software läuft, die die Freiheiten der Menschen respektiert, z.B. Ubuntu-Linux. Einfacher zu bedienen und installieren als Windows. 100% legal. Und mach einfach riesigen Spaß. Wer sich alleine nicht traut den ersten Schritt zu machen kontaktiert einfach andere Ubuntu-User. Um zurück zum Punkt zu kommen: Wer gegen Überwachung poltert, aber selbst Konzerne finanziert (durch den Kauf ihrer Produkte), die massive Nutzerüberwachung fahren, ist für unglaubwürdig.
wow. du scheinst ja ganz ohne sühne zu sein.
Oh je. Das ging wohl nach hinten los. Ich wollte eigentlich Interesse für Software wecken, die jeder kostenlos beziehen kann und sich damit aus der Überwachungsschiene der großen Firmen sofort befreien kann. Also ich fände es total genial, wenn bei Vorratsdatengegnern, was ich auch bin, Programme laufen, welche die Ausspioniererei des Nutzerverhaltens kommerzieller Programme umgehen. Ich denke, man kann hier nicht auf eine Entscheidung von Vater Staat warten, der den Firmen auf die Finger klopft. Ganz abgesehen davon ist die meiste open-source Software extra für den Nutzer gemacht und einfacher zu bedienen als das kommerzielle Zeugs.
Wie wäre es mit Slogans wie “Stoppt die Überwachung auf Eurem eigenen PC mit open-source Software!”? Oder “Fangt in Euren eigenen vier Wänden an!”. Das wäre doch echt toll: Freie Software und Freie Informationen und Freie Meinung und Freie Menschen. Das passt doch super zusammen. Und das Teamwork unter den netten Menschen in der open-source-Welt ist wirklich einzigartig. Wäre das nicht auch eine richtig gute Idee für den AK Vorrat Berlin?
Das ist kein Abgesang auf Komfort und Entertainment, sondern ein Tipp für Euch. Was denkt Ihr darüber? Ich weiß, dass es oft schwierig ist aus den eingefahrenen Pfaden zu kommen.
m.e. gehört zur freiheit dazu, sich die programme auf den rechner zu packen, die man für sinnvoll erachtet. dazu gehören auch kommerzielle programme, denn immerhin leben ja auch eine menge leute davon (ich rede von den mitarbeitern). mein ansatz ist daher, druck auf die hersteller der kommerziellen programme auszuüben, damit diese das nutzerverhalten nicht mehr ausspionieren.
kurze frage hinterher: warum hat „miro“ eigentlich analytics von google laufen und was macht das dann noch für einen unterschied, ob nun bei itunes (wo das bereitstellen von pod-/vodcasts auch kostenlos ist) oder bei miro das nutzerverhalten ausspioniert wird?
Es gibt oft das große Missverständnis, dass open-source Software rein auf Hobbyprojekten gründet. Sicherlich leistet die Gemeinschaft den größten Teil der Arbeit, aber auch Firmen wie Nokia, Intel, IBM, Novell (dt. SuSE Nürnberg), RedHat, etc. tragen dazu bei. Das wird oft auch als open-source Ökosystem bezeichnet. All diese Firmen haben Mitarbeiter. Open-source gibt aber auch gerade kleinen Firmen die Chance mit großartigen Produkten heraus zu kommen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Region Stuttgart. Das kommt an, wie die TrendStudie OpenSource zeigt. Damit niemand sich bereichern kann, also Quellcode rein für seine Zwecke nutzen, ohne diesen wieder dem Ökosystem zuzuführen, gibt es Lizenzen, wie die GPL, die das regeln. Wer auf open-source setzt, schafft lokale Arbeitsplätze (siehe Münchens LiMux Projekt). Wer Software amerikanischer Großkonzerne einsetzt, schafft Arbeitsplätze in … Wir leben dank open-source in einer Welt in der niemand aufgrund finanzieller Benachteiligung von der digitalen Revolution ausgenommen wird. Dank open-source können Menschen in Ländern wie China unbeobachtet an Informationen gelangen, dank open-source gibt es verlässliche, transparente Verschlüsselung privater Daten - ohne Hintertürchen. Wir leben auch in einer Welt in der jeder sich für das entscheiden kann, was er bevorzugt - eben auch kommerzielle Produkte mit gleichem Leistungsumfang. Wer unter der großen Auswahl an Freier Software (einige gelistet bei OSalt) keine passenden findet, darf und soll gerne zu proprietären Programmen greifen - wenn er sie sich leisten kann. Oft sind diese im privaten Bereich überdimensioniert. Leider wird im privaten Bereich oft raubkopiert. Wie auch immer… Es dauert sich einige Zeit, um die Hintergründe Freier Software zu verstehen. Wen es wirklich interessiert, findet im Internet genug Informationen über open-source und Freie Software. Ich finde diese Reportage ganz gut. Ich kann gerne noch ein paar Artikel rauskramen. Gute Anlaufstellen für den Anfang sind die allgemeinen Organisationen, wie die FSF-Europe. Ich habe aber das Gefühl, dass ich hier eher gegen Windmühlen rede. Noch kurz zu Google-Analytics: Projekte wie Miro laufen zwar größtenteils an Unis, aber Datenverkehr kostet viel Geld. Um diesen einigermaßen finanzieren zu können, sind diese Projekte auch auf Werbung angewiesen. Darüber hinaus kann man mittlerweile auch Code an Miro adoptieren. Die Mozilla-Stiftung lebt von den Google-Anfragen aus Firefox heraus. Bessere Ideen für Finanzierungsmodelle sind bestimmt bei den Projekten gerne willkommen.
Interessante Diskussion, die leider auch etwas bedauerlich ist. Zwei Welten mit den gleich Zielen, die sich sehr gut ergänzen, aber nicht zusammen finden. Ich hätte etwas mehr Offenheit erwartet. Stattdessen wir das Haar in der Suppe bei Freier Software gesucht. Dabei lässt sich Dank Freier Software gerade die Vorratsdatenspeicherung und auch der Bundestrojaner einfach umgehen (jetzt aber keine Anleitungen
). Unabhängigkeit ist unbezahlbar!
Der Gedanke Freier Software, allen voran getragen durch Richard Stallmans GNU Projekt ist das Sinnbild für Freiheit in den eigenen vier Computerwänden. Freie Software ist eine Abkehr von Technologien wie DRM und TCPA. Freie Software ist nicht zu verwechseln mit Freeware (rein kostenlose Programme, wie z.B. Internet Explorer oder auch Skype [wenn die Leute mal die Lizenz von Skype lesen würden...]). Leider fehlt gerade auf dem Desktop noch der Durchbruch für Freie Software bzw. erstmal die Aufklärung. Viele Nutzer wissen zum einen nicht, dass es diese gibt (”was ich nicht kenne, mag ich nicht!”) und zum anderen, dass sie keinerlei Komfort im Vergleich zu ihrem kommerziellen Elfenbeinturm einbüßen. Viele Leute wissen nicht, dass Intel einer massivsten Linux-Advokaten ist, und tolle Sachen wie Moblin rausbringt. Jahrelange Kampagnen, wie z.B. FUD von Microsoft gehen Freie Software, zeigen ihre Wirkung. Der Ottonormalnutzer glaubt frei zu sein, da er sich nicht bewegt (”Nur, wer sich bewegt, spürt seine Ketten.”). Nehmen wir mal das Gefängnis Apple: Bleibt man in der iPod-, iTunes-, Mac- und iPhone-Welt, funktioniert alles perfekt. Aber schon mal versucht einen iPod ohne Treiber bzw. iTunes zu nutzen? Schon mal Musik transferiert ohne, dass Apple zugeguckt hat? Es gibt wesentlich besser Player, die ohne derartige Maßnahmen auskommen, z.B. Cowon. Und es gibt Tonnen an guter Musiksoftware: Banshee, AmaroK, … Weiter oben wird geschrieben: “m.e. gehört zur freiheit dazu, sich die programme auf den rechner zu packen, die man für sinnvoll erachtet”. Das ist schon mal ein guter Ansatz. Weiter geht Freie Software, die dem Nutzer explizit weitere Freiheiten einräumt: Weitergeben, Kopieren, bei Bedarf verändern, usw. Nicht-Freie Software, z.B. iTunes ist zwar kostenlos, aber der Nutzer stimmt einer EULA zu, die ihm Freiheiten nimmt und dem Ersteller der Software Rechte einräumt. Mag sein, dass z.B. das hier genannte Miro auf Google-Analytics setzt, um mit Werbung seinen Webauftritt zu finanzieren. Aber das könnte man bei Nichtgefallen blockieren. Backdoors hat Miro aber sicherlich nicht. Das wäre jemandem aufgefallen, da ja der Quellcode verfügbar ist. Bei iTunes kann man nur raten, was da an Apple übermittelt wird, und wie Apple seine Musikstücke brandmarkt. Naja, schwieriges Thema. Dauert bis man das verdaut hat. Gleiches gilt für Geschäftsmodelle, die auf open-source aufsetzen. Da braucht man etwas bis man versteht, dass man damit auch Geld verdienen, und Mitarbeiter anstellen kann. Wenn man das open-source (=Freie Software) Ökosystem zu Ende denkt, wird man feststellen, dass für alle etwas dabei raus springt:
* den Nutzer (Freiheiten)
* Leute mit wenig Geld (Verfügbarkeit ohne Kosten)
* Länder mit wenig Geld
* selbstständige Entwickler
* große Firmen
* kleine Firmen
Es ist einfach ein völlig neues Denken, das vielen noch nicht geläufig ist. Viele Firmen werden sich umstellen müssen. Wer an konservativen Vorstellungen festhält, wird nicht überleben. Wer heute noch auf Dampfmaschinen setzt, hat genauso ausgespielt, wie die Produzenten von SUVs (siehe GM).
Die Aussage: “mein ansatz ist daher, druck auf die hersteller der kommerziellen programme auszuüben, damit diese das nutzerverhalten nicht mehr ausspionieren.” folgt dem Ansatz: “Wenn mir bei Bäcker Heinze die Brötchen nicht schmecken, protestiere ich dagegen.” Ein möglicherweise erfolgreicherer Ansatz ist aber: “Wenn mir bei Bäcker Heinze die Brötchen nicht schmecken, kaufe ich sie einfach wo anders. Nämlich da, wo sie schmecken.” Wer z.B. iTunes als Software und Musikladen umgehen will, hat viele Player zur Auswahl und kann bei amazon.de echte MP3s ohne DRM und Wasserzeichen erwerben.
Deutschland ist (noch) so frei, dass jeder tun kann was er will. Eben auch, wohl wissend, dass es Alternativen gibt, proprietäre Software einsetzen. Wer es aber nicht weiß, hat vielleicht Lust sich schlau zu machen.
Hi,
ich hab mal nachgeguckt. Auf der Webseite http://www.miroguide.com wird die Werbung von Google geschaltet. Da Miro programmintern eben http://www.miroguide.com aufruft, kommen auch hier Zugriffe auf Google-Analytics. Das hat aber rein gar nichts mit den abonniert bzw. in Miro verwalteten Medien zu tun. Darüber erfährt niemand etwas. Wenn es also hier einen Link zum Channel bei Miro gibt ( https://www.miroguide.com/feeds/12260 ), und man diesen abonniert, ist das ganze absolut datenschutzmäßig unbedenklich. Darüber hinaus ist vielleicht anzumerkten, dass so gut wie jede Webseite Statistiken über den Seitenzugriff erstellt. Ich gehe davon aus, auch diese hier, die bei bplaced.net gehostet ist. Solche Statistiken kann man auch auslagern zu Google oder anderen Anbietern. Google-Analytics heißt nicht unbedingt, dass rumspioniert wird. Dies ist jedoch vollkommen egal, weil Miro definitiv nicht nach Haus telefoniert. Die vorangegange Diskussion zeigt jedoch, dass man hier mit Freier Software nicht auf besonders offene Ohren stößt. Kommt mir ein wenig vor wie Payback-Karten zu benutzen, aber gegen die Datenauswertung zu demonstrieren.
das hört sich ja alles wirklich sehr interessant an, nur wird mir immer noch nicht klar, wie das alles mit dem eigentlichen problem dieser diskussion in zusammenhang steht: „Aber dann sehe ich in dem Video einen Mac von Apple, wo doch bekannt ist, dass Apple, genau wie Microsoft, Daten über seine Nutzer sammelt.“
anders gefragt: woher bekommt man hardware und elektrizität, die nicht von konzernen hergestellt wird, die uns ausspionieren?
„Gleiches gilt für Geschäftsmodelle, die auf open-source aufsetzen. Da braucht man etwas bis man versteht, dass man damit auch Geld verdienen, und Mitarbeiter anstellen kann. Wenn man das open-source (=Freie Software) Ökosystem zu Ende denkt, wird man feststellen, dass für alle etwas dabei raus springt:“
und wie will man mitarbeiter bezahlen, wenn keiner für die software bezahlt?
na da hat aber jemand sehr viel gegoogelt!?
wenn man sich das hier so anschaut, könnte man die vielen artikelauszüge auch als spam betrachten. hihi